Wasser, Quell des Lebens.                Wie wichtig ist Wasser.

Bedeutung für den Menschen

Kühl, sachlich und nüchtern betrachtet ist Wasser (H2O) eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H), das in unserer Umwelt in 3 unterschiedlichen Aggregatzuständen vorherrscht: gefroren, gasförmig, flüssig

Doch das erklärt nicht die Bedeutung, die Wasser auf unser Leben hat. Es ist weit mehr als H2O, Eis oder Dampf - es zählt mit zu den wichtigsten Elementen überhaupt. Ohne Wasser wäre unsere Erde ein Wüstenplanet ohne jedes Leben.

Wasser - Quell des Lebens

Ohne Wasser ist kein Leben möglich! Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. Es kann durch nichts ersetzt werden, ist das natürlichste Element für den Menschen und das bedeutungsvollste, wenn man bedenkt, dass ein Mensch mit einem Gewicht von 75 Kilogramm aus 50 Liter Wasser besteht. Alle Stoffwechselreaktionen im Körper laufen in eben diesem wässrigen Zustand ab. Das Körperwasser wird dabei ständig neu gebildet und verbraucht, durch Trinken und Nahrung aufgenommen und über Schweiß, Urin und Stuhl wieder ausgeschieden. Dabei laufen die verschiedensten Prozesse ab:

  • beim Verdauungsvorgang werden Nährstoffe im Wasser des Körpers gelöst
  • die im Wasser gelösten Mineralstoffe bewirken den osmotischen Druck (Gleichgewicht) in der Körperflüssigkeit
  • durch die Körperflüssigkeit werden den Zellen die gelösten Stoffe und Sauerstoff zugeführt
  • die Endprodukte im Kot und Urin werden wieder mit Wasser abtransportiert
  • Wasser reguliert auch die Körpertemperatur
  • bei schwerer Arbeit, bei sommerlicher Hitze oder Fieber schwitzen wir; Wasser, in Form von Schweiß, wird ausgeschieden
  • durch die Verdunstung wird dem Körper Wärme entzogen; der Körper kühlt ab
  • Körperflüssigkeit, die dem Körper entzogen wurde, muss wieder zugeführt werden; das geschieht durch Getränke und Speisen

Jeden Tag setzt der menschliche Körper auf diesem Weg 2 ½ Liter Wasser um. Verliert der Körper dabei mehr als 10% seines Wassers (mangelnde Zufuhr), droht der Kreislauf zu versagen.

Bei einem erwachsenen Menschen liegt der durchschnittliche Tagesbedarf an Wasser bei etwa 40 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei sportlichen Betätigungen bzw. besonders warmen Tagen ist das regelmäßige Trinken von Wasser besonders wichtig und der Wasserbedarf gegenüber der Faustregel erhöht.

Der Wasserbedarf ist auch vom Alter abhängig. Säuglinge und Kinder benötigen mehr Wasser pro Kilogramm/Körpergewicht als Erwachsene.

Ein Mangel an Wasser führt beim Menschen zu gravierenden gesundheitlichen Problemen, da in diesem Fall die Funktionen des Körpers, die auf das Wasser angewiesen sind, eingeschränkt werden:

  • Wassermangel im Körper bewirkt eine Konzentration von Giftstoffen in der Körperflüssigkeit. Die Stoffwechsel-Endprodukte können nicht aus den Körperzellen transportiert werden. Der Körper vergiftet sich.
  • Ein Wasserverlust von mehr als 20 Prozent bedroht das Leben. Wie jeder Sportler weiß, sind große Wasserverluste durch Schweiß, mit der entsprechenden Flüssigkeitsmenge und Mineralstoffen auszugleichen.
  • Das gleiche sollte bei Durchfall beachtet werden.

Wenn der Wassergehalt des Körpers sinkt, stellt sich zunächst ein Gefühl des Durstes ein. Bei weiter sinkendem Wassergehalt werden Körperfunktionen gestört. Dies kann schließlich bis zum Tod durch Verdursten führen.

Wasser als Heilmittel

Wasser, wo sonst haben wir das Gefühl, so leicht wie eine Feder zu sein? Durch den Auftrieb im Wasser verliert der Körper bis zu 90% seines Eigengewichts. Das entlastet die Wirbelsäule enorm, schont die Gelenke, lockert die gesamte Muskulatur und ermöglicht Bewegungen ohne Schmerzen. Genau diese Eigenschaften macht sich die Bewegungstherapie zu Nutze. Das Ziel: Koordination und Beweglichkeit wiederzugewinnen und Ausdauer und Kraft zu trainieren.

Jeder, egal ob jung, ob alt, ob mit großen oder kleinen Handicaps kann sich im Wasser bewegen. Auch bei Unsicherheiten im Stehen oder Gehen lässt sich eine relativ stabile Haltung beibehalten. Die Bremswirkung des Wassers verhindert z.B. nach Operationen schmerzhafte Stürze. Das gibt Sicherheit. Auch für das Leben außerhalb des Wassers.

Wasser ist also nicht nur Quell des Lebens. Mit ihm werden auch Krankheiten geheilt, denn Wasser:

  • reizt Haut und Adern, hält sie elastisch
  • stärkt durch den Wasserwiderstand Hautgefäße und Bindegewebe
  • regt den Stoffwechsel an
  • fördert den Blutkreislauf
  • regt die Hautausatmung, die Schweißdrüsentätigkeit und damit die Entgiftung an
  • lockert Verspannungen
  • regt die Durchblutung der Gelenkinnenhaut an
  • kräftigt die Muskulatur
  • stärkt die Immunabwehr

Wasser wird deshalb als Therapie eingesetzt bei:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Rheuma
  • Weichteilrheuma
  • Rückenbeschwerden
  • Osteoporose
  • Bluthochdruck
  • Krampfadern
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Asthma
  • Verstauchungen
  • Zerrungen der Muskulatur

Wasser und Kneipp

Die Behandlung mit Wasser hat eine lange Tradition. Ihr populärster Vertreter ist Pfarrer Sebastian Kneipp. Er schreibt:

"Das Wasser weckt, wenn es im Frühling und Sommer zur Erde niederfällt, überall neues Leben und Gedeihen, regt in der Pflanzenwelt alle Organe zum Leben, zu erhöhter Tätigkeit an. Es erfrischt und belebt auch die Körperteile, welche die Menschen täglich zu reinigen gewohnt sind. Sollte dies nicht ein Fingerzeig für den Menschen sein, dass das Wasser ebenso geeignet sein dürfte, die krankhaften Stoffe aus dem menschlichen Körper auszuleiten, auszuwaschen, den Körper in seiner Gesamtheit zu erfrischen, zu beleben und zu stärken, den gesunden wie den kranken!?"

Die Kneipp-Therapie ist vor allem eine Reiztherapie, die den Körper zu heilsamen Reaktionen anregen soll. Wasser, das heißt beim Wasserdoktor Kneipp entweder heiß, also über 38 Grad, oder kalt, das heißt unter 16 Grad. Vorbedingung für eine Kälteanwendung aber ist, dass der Körper einen ausreichenden Wärmevorrat besitzt.

  • Kneipp warnt: "Niemand wage es, bei Kältegefühl und Frösteln irgendeine kalte Anwendung vorzunehmen!"
  • Gesunden empfiehlt er: "Eine Wasseranwendung solle kalt - aber kurz sein!"
  • Sein Grundsatz: "Jedem heißen Bade hat eine kalte Anwendung zu folgen."

Warum?

Nun, kalte Anwendungen regen den Kreislauf an, fördern den Stoffwechsel, härten ab und stärken die Abwehrkraft. Das gilt auch für Wechselbäder und -güsse. Immer warm beginnen. Insgesamt zwei- bis dreimal wechseln. Warm etwa 3 Minuten - Kalt 10 bis 20 Sekunden.
Schwimmen

Ohne Frage, die Faszination, die vom Schwimmen ausgeht, entsteht durch das nahezu schwerelose Vergnügen der Fortbewegung im Wasser. Schwimmen gehört darüber hinaus zu den gesündesten Aktivitäten:

  • Schwimmen macht Spaß, hält gesund, macht schlank und fit.
  • Schwimmen entspannt und baut Stress ab.
  • Schwimmen stärkt durch den Wasserwiderstand Hautgefäße und Bindegewebe.
  • Schwimmen lockert Verspannungen und kräftig die Muskulatur.

Regelmäßiges Schwimmen stärkt den Herzmuskel, beugt somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, fördert neben der Lungenfunktion auch die Abwehrkräfte des Immunsystems.

Rückenschwimmen besitzt eine große Bedeutung bei Prävention und Therapie, z.B. bei Rückenbeschwerden. Das Wasser übernimmt die tragende Funktion des Skeletts und entlastet die Gelenke. Frei von Stößen können die Bandscheiben regenerieren.

Wasser & Wellness

Viele Menschen befinden sich im Dauerstress. Das schwächt die Immunabwehr und den Herz-Kreislauf. Die Folge: Die Betroffenen geraten aus dem Gleichgewicht, sind erschöpft, müde, fühlen sich ausgelaugt.

Hier gilt: Tauchen Sie doch mal wieder ein in ein warmes Bad! Wenn warmes Wasser den Körper umspielt, können wir entspannen und den Alltag hinter uns lassen, können loslassen und uns frei fühlen. Die Atmung wird freier und tiefer. Körperliche Verspannungen und Beschwerden beginnen sich zu lösen.
Gönnen Sie sich ein Pflegeprogramm, das die Seele streichelt und der Haut gut tut. Einfach mal sich wohlfühlen. Mit pflegenden Badezusätzen und duftenden Kräutersubstanzen wird die warme Entspannung zum Genuss für Körper, Seele und Geist. Lavendel, Melisse und Hopfen beruhigen - Rosmarin, Latschenkiefer und Fichtennadel beleben.



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